Mit der Natur im Einklang

31. 01. 2020
Mit der Natur im Einklang

Nachhaltigkeit ist uns besonders im Hinblick auf unsere alpine, naturverbundene Lage sehr wichtig. Dabei geht es hier nicht um leere Worthülsen oder gar Marketing-Plattitüden. Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger oder um Verzicht, der die Lebensqualität einschränkt. Es geht um echte Wertschätzung für unser schönes Lebensumfeld, um zeitgemäße Achtsamkeit gegenüber unserer wertvollen Natur, um sinnvolle Verantwortung für uns selbst und nachfolgende Generationen. Es geht darum, die Welt um uns herum bewusst wahrzunehmen, zu erhalten und mit den modernen Erkenntnissen zu verbessern. Dabei haben wir statt großer unerreichbarerer Ziele vielmehr die kleinen Schritte und Gesten im Blick. Und wenn jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt, so entsteht daraus eine große Bewegung. Wir möchten hier und da den Anstoß geben, unsere Gäste inspirieren, Bewusstsein schaffen und so unseren Beitrag leisten.

Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir schon beim Bau des Hotel SEPP bewusste Entscheidungen getroffen:

Gebaut ist das Hotel mit Betonschalsteinen in einer für das Raumklima förderlichen Bauweise, was Klima-Anlagen und übermäßiges Heizen einspart. Übrigens: Wer im Sommer statt brummender, gesundheits- und umweltschädlicher Klimaanlage einfach das Fenster aufmacht, spürt die wohltuende Bergluft, die mit sanft erfrischender Brise die Haut streichelt.

Bei der Fassadengestaltung wurde ausschließlich mit Altholz gearbeitet, das heißt gebrauchte Hölzer wurden wiederverwertet, was sehr im Sinne der Materialschonung und Nachhaltigkeit ist. Und obendrein sehen Upcycling-Elemente auch noch richtig lässig aus!

Das Hotel wird mit Hackschnitzeln beheizt - ebenfalls eine besonders nachhaltige moderne Lösung, denn diese Holzabfälle liefern kostbare Energie.

Auf Minibars in den Zimmern verzichten wir, da die Geräte enorme Energie-Fresser sind und zudem rund alle 5 Jahre ausgetauscht werden müssten, wobei die Kühlmittel und die Technik bei Entsorgung der Geräte enorm umweltschädlich sind. Diese „Umweltsünde“ wollen wir nicht verantworten Übrigens: Eine Minibar verbraucht durchschnittlich rund 152 kg CO2 pro Jahr. Bei 40 Zimmern sparen wir ohne Minibar also über 6.000 kg CO2 pro Jahr ein. Außerdem ist es so schön, sich am SEPP Dachboden mit netten Menschen auf einen Drink zu treffen. Und wen im Zimmer der Durst packt, der zapft sich einfach ein Glas frisches, köstliches Bergquellwasser, das bei uns direkt aus dem Wasserhahn kommt.

Die in Plastik verpacken und mit Gummi-Sohlen und hohem Kunststoff-Anteil versehenen Badeschlappen legen wir nicht mehr automatisch auf die Zimmer. Viele Gäste haben ihre eigenen Badeschlappen dabei. Wenn aber die Hotel-Schlappen auch nur mal „zum Anschauen“ aus der Tüte genommen werden, müssen wir sie als Hotel aus Hygiene-Gründen direkt entsorgen. Das produziert pro Hotel gigantische Müllmengen, die wir unverantwortlich finden. Daher bekommen bei uns Gäste die Badeschlappen nur noch auf ausdrücklichen Wunsch gegen einen kleinen Unkostenbeitrag.

Einzel-Plastik-Verpackungen wie portionierte Butter etc. vermeiden wir ebenfalls aus Nachhaltigkeitsgründen. Daher gibt es bei uns leckere Marmelade, Honig, Butter etc. am Buffet zum Selbst-Portionieren. Wurst und Käse werden für´s Brunch-Buffet immer frisch in kleinen Mengen aufgeschnitten. So vermeiden wir Lebensmittelverschwendung schon beim Frühstück.

Beim Lebensmitteleinkauf achten wir auf regionale Produkte. Das Brot wird vom Bäcker in Maria Alm gebracht, Eier vom örtlichen Bauern, Wurst, Fleisch und Käse soweit möglich ebenfalls von regionalen Lieferanten. Das ist natürlich nicht mit allen Lebensmitteln möglich, aber wenn wir Lieferwege einsparen und so die Umwelt entlasten können, machen wir das natürlich. Außerdem sind die lokalen Produkte ohnehin so lecker! Kräuter bauen wir saisonal sogar selbst an und verwerten sie dann in der Küche.

In den öffentlichen Hotelbereichen sowie in den Zimmern haben wir viele Naturmaterialien verbaut und auf Versiegelungslacke und -wachs verzichtet. So sind zum Beispiel die Holzböden und Holzwände völlig unbehandelt. Sieht eh urig aus!

Wir haben in den Zimmern nachfüllbare Seifenspender, um kleine Verpackungseinheiten zu vermeiden. Auf „Amenities“ wie einzeln verpackte Watte-Pads, Nagelfeilen etc. verzichten wir in den Zimmern ebenfalls ganz bewusst, um unnötigen Müll zu vermeiden. Natürlich halten wir einen kleinen Vorrat an der Rezeption bereit, falls ein Gast Bedarf hat.

Für Gäste-Transfers und Lieferfahrten setzen wir auf E-Mobilität von Greenstorm und haben daher zwei Elektro-Fahrzeuge, um sowohl Abgas- als auch Lärm-Emission zu vermeiden. Zwischen unseren beiden Hotels bewegen wir uns entweder „per Pedes“ oder mit unserem umweltfreundlichen „TreeCycle“, mit dem wir Gäste shuttlen können und auch kleinere Lieferungen zwischen den Hotels erledigen.

Für Gäste mit E-Fahrzeugen und die hoteleigenen E-Mobile haben wir Wallboxen aus der www.freiesolarroute.at/solarro... installiert. Zudem gibt es in unseren Hotels Elektro-Tankstellen von Tesla.

Das Leitungswasser im Hotel kommt direkt aus den Quellen der umliegenden Berge. Somit können wir das Wasser sozusagen direkt aus dem Hahn trinken. Daher stellen wir auf die Zimmer eine Wasserflasche zum Selbstbefüllen bereit und vermeiden so die Verschwendung von Einweg-Flaschen.

Wertschätzung unseren Mitarbeitern gegenüber ist für uns natürlich ebenfalls ein wesentlicher Nachhaltigkeitsfaktor, denn wir vertrauen einander, verlassen uns auf einander, inspirieren uns und im Idealfall geht der Funke über und begeistert unsere Gäste!

Lässiges Design mit Upcycling-Elementen, frische Bergluft, nette Menschen, große Bar statt Mini-Bar, Frischluft statt Klima-Anlage, köstliches Bergquellwasser - so macht Nachhaltigkeit Spaß!